Was bedeutet COVID-19 eigentlich für die vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Ernst von Bergmann? Wir haben mit einigen von Ihnen gesprochen und stellen ihnen jeweils vier Fragen zu ihrer persönlichen Situation. Das jeweils aktuellste Interview finden Sie dabei ganz oben. Wenn Sie auf der Seite weiter runterscrollen, kommen Sie zu den Gesprächen der vergangenen Tage.

Heute: Dr. Christiane Pietrkiewicz, Programmverantwortliche Ärztin des MVZ Mammographie-Screening Brandenburg West in der Poliklinik Ernst von Bergmann

Meine Sicht auf viele Dinge hat sich verändert!


1. Was hat sich bei Ihnen durch die Corona-Krise geändert?

Dr. Christiane Pietrkiewicz: Die Sicht auf viele Dinge! Da wir als medizinische Einrichtung mit Patientinnenkontakt weitergearbeitet haben, hat man gelernt, mit Corona zu leben. Wenn man die wichtigsten Regeln befolgt, muss man eigentlich auch keine große Angst haben, dass etwas passiert.


2. Was ärgert Sie derzeit am meisten?

Dr. Christiane Pietrkiewicz:

Ich bin Ärztin und stehe in Kontakt mit vielen Kolleginnen und Kollege aus anderen Kliniken. Der Schutz gegen Corona erforderte eine Erweiterung der etablierten Hygienestandards in nahezu allen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Leider ist unsere Klinik dadurch sehr unter Beschuss geraten. Ich hoffe sehr, dass die Patienten dadurch nicht das Vertrauen in unsere Klinik verloren haben, denn dies wäre sehr bedauerlich.


3. Was wünschen Sie sich am meisten?

Dr. Christiane Pietrkiewicz: Eigentlich nur, dass wir alle aus der Krise lernen und für alle Fälle gewappnet sind.


4. Haben Sie einen Tipp für Ihre Mitmenschen dieser Situation?

Dr. Christiane Pietrkiewicz: Wenn wir uns alle an die Hygiene-Regeln halten, ist das Infektionsrisiko sehr gering. Abstand und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes stellen auch einen Respekt vor unseren Mitmenschen dar.

Heute: Anja Zeidler, Bereichsassistentin der Nephrologie

Ich bin zu meinen Ursprüngen im Klinikum zurückgekehrt!


1. Was hat sich bei Ihnen durch die Corona-Krise geändert?

Anja Zeidler: Meine Station, die Nephrologie existiert im Moment nicht mehr und ich bin zu meinen Ursprüngen hier im Klinikum zurückgekehrt, der Strahlenklinik. Zumindest so lange bis es wieder eine Nephrologie gibt.


2. Was ärgert Sie derzeit am meisten?

Anja Zeidler: Diese Panikmache, die die Medien längere Zeit geschürt haben. Das führt dann auch dazu, dass ich als Angestellte des KevB in einem Facebook-Eintrag als Mörderin bezeichnet wurde. Ich arbeite aber mit Stolz in diesem Klinikum und lasse mir das auch nicht von derart dummdreisten Bemerkungen kaputt machen.


3. Was wünschen Sie sich am meisten?

Anja Zeidler: Ich wünsche mir, daß die Menschen die aktuellen Einschränkungen nicht als Verbote sehen, sondern als ein kleines Opfer, das sie der Gesellschaft bringen.


4. Haben Sie einen Tip für Ihre Mitmenschen in dieser Situation?

Anja Zeidler: Ja – verzichten Sie mal auf das Fernsehen. Und befolgen Sie die Abstandsregeln. Das ist doch nur eine Variante des Respekts füreinander und befördert den guten Umgang untereinander.

Heute: Florian Splettstößer, OP-Koordinator

Wir sind von 100% auf Null heruntergefahren worden!


1. Was hat sich für Sie unter den Corona-Bedingungen verändert?

Florian Splettstößer: Wir sind von 100% auf Null heruntergefahren worden. Diese Situation zu begreifen und zu verarbeiten war für uns alle schwer. Für mich hat diese Situation eine Erkenntnis gebracht: Wir können und sollten alle ein Stück zurücktreten und uns aufs Wesentliche konzentrieren.


2. Worüber ärgern Sie sich derzeit am meisten?

Florian Splettstößer: Wir haben hier jede Menge voll motivierter Mitarbeiter/innen – denen aber die Hände gebunden sind. Das ist nicht schön. Aber jetzt geht es ja Stück für Stück wieder los.


3. Was wünschen Sie sich am meisten?

Florian Splettstößer:

Unser Gesundheitssystem sollte aus dieser Krise in Sachen Hygiene Konsequenzen ziehen. Das wünsche ich mir. In den Niederlanden wird jeder Patient, der eine Klinik betritt, abgestrichen. Warum passiert das nicht bei uns? Ich denke, dass unsere Patienten und das Gesundheitssystem davon profitieren würden.


4. Haben Sie eine Empfehlung für Ihre Kollegen und Mitmenschen?

Florian Splettstößer: Jeder sollte sich einmal pro Tag einen Moment für sich nehmen und sich etwas Gutes tun!

Heute: Nadine Volmer, Auszubildende zur Medizinisch-technischen Assistentin

Die Prüfungsvorbereitung ist schwieriger geworden!


1. Was hat sich für Sie unter den Corona-Bedingungen verändert?

Nadine Volmer: Wir haben Zeit für die Prüfungsvorbereitungen verloren. Der Kontakt zu den Lehrern ist nicht mehr so intensiv, da vieles nur noch über E-Mail lief und läuft. Im Alltag muss ich mich gut organisieren, da ich mich zuhause um meine Großeltern kümmere.


2. Was ärgert Sie denn in dieser Situation am meisten?

Nadine Volmer: Aus meiner Sicht hätte man vielleicht eher mit den Maßnahmen reagieren können. Ich bin im dritten Ausbildungsjahr und stehe vor der Prüfung. Ich mache gerade die Erfahrung, dass Lernen in der Schule und die Prüfungsvorbereitung schwieriger geworden sind.


3. Was wünschen Sie sich am meisten?

Nadine Volmer: Ich wünsche mir, dass wir endlich wieder zur Normalität zurückkehren. Ich möchte die Ausbildung abschließen und dann wieder mein Leben leben.


4. Haben Sie einen Tipp für den Umgang mit der Situation?

Nadine Volmer: Man sollte sich nicht in der Ecke verkriechen. Ich finde, wir sollten die Risikogruppen unterstützen und der Familie vertrauen. Ich denke, wir sollten das Beste aus der Situation machen.

Heute: Ali Amouzandeh, Oberarzt, Klinik für Neurologie

Ich wünsche mir, dass wir gestärkt aus dieser Krise hervorgehen


1. Was hat sich für Sie in den Zeiten von Corona verändert?

Ali Amouzandeh: Das betrifft bei mir in der Hauptsache den Beruf. Neben der Notfallversorgung hat sich der Kontakt zu unseren Patienten per Telefon und Videoanruf stark vermehrt. Die Patienten rufen von sich aus viel häufiger an, als dies vor der Krise der Fall war.


2. Was ärgert Sie derzeit am meisten?

Ali Amouzandeh: Ich bekomme mit, dass viele unserer Mitarbeiter/innen in dieser Situation regelrecht über sich hinauswachsen. Und das nicht nur beruflich. Auch wie sie mit enormer Energie und Kreativität neben der beruflichen Belastung den familiären Alltag gestalten – das ist toll. Dem werden die negativen Schlagzeilen der Vergangenheit nicht gerecht.


3. Was wünschen Sie sich am meisten?

Ali Amouzandeh: Ich wünsche mir, dass wir als Klinikum zu unserer alten Stärke, einer exzellenten Patientenversorgung, zurückfinden. Und dass wir gestärkt aus der Krise hervorgehen.


4. Haben Sie einen Tipp für den Umgang mit der Situation?

Ali Amouzandeh: Mir hilft besonders eine Vorstellung: Jeden Tag kommen wir dem Leben nach der Krise ein Stückchen näher!

Heute: Christian Haseloff, Schulleiter Gesundheitsakademie Ernst von Bergmann

Meine Arbeit ist viel komplexer geworden


1. Wie hat sich Ihr Alltag unter den schwierigen Bedingungen verändert?

Christian Haseloff: Für mich ist die Arbeit viel komplexer geworden. Das fängt mit dem Abstrichmanagement an. Wir bilden ja auch Schüler für andere Kliniken aus und wir setzen auch Schüler von uns in anderen Kliniken ein. Wenn diese dann von der Schule in die praktische Ausbildung gehen – welches Abstrichmanagement gilt dann? Denn jede Klinik hat augenscheinlich ihr eigenes Abstrichmanagement. Das ist nicht einfach. Auch Homeschooling ist nicht so toll, wie überall berichtet. Wir als Lehrer müssen genau sehen, wie wir die Lernfortschritte überprüfen können. Ein kleiner Lichtblick ist, dass Corona die Digitalisierung der Schule vorantreibt.


2. Was ärgert Sie am meisten?

Christian Haseloff: Ärger wäre zuviel gesagt. Aber es nervt, dass das Abstrichmanagement zwischen den Kliniken nicht abgestimmt ist und sich zudem ständig ändert.


3. Was wünschen Sie sich?

Christian Haseloff: Wir würden gerne wieder unter normalen Bedingungen einsteigen. Und wir würden gerne frühzeitig wissen, wann das der Fall sein wird.


4. Was empfehlen sie für einen gelungenen Umgang mit der Situation?

Christian Haseloff: Heutzutage scheint ja nichts mehr fest zu sein. Man muss morgens aufstehen und sich anschauen, was passiert!

Heute: Ellen Wendland, Leiterin der Cafeteria

Bisher haben wir alle Herausforderungen gemeistert


1. Was hat sich für Sie unter den schwierigen Bedingungen geändert?

Ellen Wendland: Wir haben besonders ein Problem, nämlich die Sorgen der Kollegen/innen mit unseren Arbeitsplänen zusammen zubringen. Da ist ein Familienvater mit zwei schulpflichtigen Kindern, die jetzt zuhause sind. Da ist eine Kollegin, deren Eltern schwer erkrankt sind. Wie geht das zusammen mit der Arbeit? Solche Herausforderungen müssen wir untereinander positiv klären. Aber bisher haben wir das alles gemeistert.


2. Was ärgert Sie am meisten?

Ellen Wendland: Ich habe das Gefühl, dass man nicht richtig reagieren kann. Diese Bedrohung ist so unsichtbar. Das macht mich manchmal mürbe.


3. Was wünschen Sie sich am meisten?

Ellen Wendland: Dass alle gesund und munter bleiben! Wir müssen das Beste draus machen.


4. Haben Sie einen Tipp für den Umgang mit der Krise?

Ellen Wendland: Für jedes Problem wird es irgendwann eine Lösung geben. Auch hierfür!

Heute: Steven Latawiec, Logistikservice

Unsere Arbeit wird gerade schwieriger


1. Wie sieht gerade Ihr Alltag in der Klinik aus?

Steven Latawiec: Es hat sich eigentlich nicht viel  geändert.  Alles ist weniger geworden. Und das ist auch klar, weil die Klinik ja in vielen Bereichen stillliegt.


2. Was ärgert Sie derzeit am meisten?

Steven Latawiec: Kaum zu glauben – aber unsere Arbeit wird gerade schwieriger. Die Organisation der Umzüge ist ein anspruchsvoller Vorgang und Bereiche verändern sich fast täglich.


3. Was wünschen Sie sich am meisten?

Steven Latawiec: Ich mache mir Sorgen um die Kinder. Wie sollen die den Lernstoff wieder aufholen? Die Schulen müssen aus meiner Sicht bald wieder öffnen. Auch die sozialen Kontakte für die Kleinen gehen schnell verloren.


4. Haben Sie einen Tipp, wie man am besten mit der Situation umgeht?

Steven Latawiec: Ich glaube, dass Abschalten mal ganz gut täte. Ich gucke zum Beispiel kein Fernsehen mehr. Wieder in der Familie und mit der Familie was tun – das tut gut.

Heute: Stephanie Herrschuh, Physiotherapeutin im COVID-positiven Bereich

Ich wünsche mir, dass auch die Arbeit der therapeutischen Bereiche wahrgenommen wird


1. Wie sieht Ihr Alltag in diesen Zeiten aus?

Stephanie Herrschuh: Eigentlich wie immer – nur unter anderen Bedingungen. Ich gebe jeden Tag mein Bestes, um unsere Patienten wieder zu mobilisieren. Da ich aktuell im COVID-positiven Bereich bin, nutze ich vermehrt atemtherapeutische Übungen. Die Kleidung drückt natürlich hier und da, aber tatsächlich habe ich mich schon ein Stück weit daran gewöhnt.


2. Was empfinden Sie derzeit als besonders negativ?

Stephanie Herrschuh: Schlimm sind die negativen Schlagzeilen, die ja nicht nur die Geschäftsführung, sondern teilweise auch die Arbeit der Mitarbeiter betrifft und in ein falsches Licht rückt. Zum Beispiel wurde in einem Artikel behauptet, dass unsere Patienten nur noch unregelmäßig physiotherapeutisch behandelt werden, was einfach nicht der Wahrheit entspricht.


3. Was wünschen Sie sich am meisten?

Stephanie Herrschuh: Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Die Arbeit unserer Ärzte und Pflegekräfte ist enorm wichtig. Ich wünsche mir aber dennoch, dass auch die Arbeit der therapeutischen Bereiche wahrgenommen wird und mehr Gewicht bekommt.


4. Haben Sie einen Tipp, wie man am besten mit der Situation umgeht?

Stephanie Herrschuh: Ich versuche, mich nicht zu sehr von den negativen Schlagzeilen beeinflussen zu lassen und mir immer ein eigenes Bild zu machen. Im Team motivieren wir uns an solchen Tagen glücklicherweise gegenseitig.


Heute: Florian Wunderlich, Sachbearbeiter im Einkauf

Kreative Lösungen sind notwendig


1. Wie sieht Ihr Alltag unter den schwierigen Bedingungen aus?

Florian Wunderlich: Wir haben gerade in der letzten Woche die Ohren abtelefoniert, um Schutzanzüge zu besorgen. Da waren teilweise schon kreative Lösungen notwendig, um die Sachen zu bekommen, die wir brauchen.


2. Was ärgert Sie gerade am meisten?

Florian Wunderlich: Wenn man trotz aller Anstrengungen nicht die Sachen bekommt, die man besorgen will.


3. Was wünschen Sie sich am meisten?

Florian Wunderlich: Ich wünsche mir, dass wieder ein Stück Normalität einkehrt.


4. Haben Sie einen Tipp für den Umgang mit der Krise?

Florian Wunderlich: Zuhause ist für mich coronafreie Zone! Keine Nachrichten und kein TV.


Heute: Mario Vollert, Leiter zentrale Studienkoordination
Geschäftsbereich Klinische Forschung

Ich wünsche mir Normalbetrieb


1. Wie sieht Ihr Alltag in diesen Zeiten aus?

Mario Vollert: Ich bin verantwortlich für alle Studien und koordiniere die Studienanfragen in der Klinikgruppe Ernst von Bergmann. Das geht weiter und ist auch sehr zeitintensiv. Privat kann ich nur sagen, es ist aus den bekannten Gründen sehr schwierig, Freunde zu treffen. Für mich ist das eine große Umstellung.


2. Was empfinden Sie derzeit als besonders negativ?

Mario Vollert: Vor einigen Wochen haben die Leute noch auf den Balkonen gestanden und den Mitarbeitern/innen zugeklatscht. Jetzt werden sie diskriminiert. Die Mitarbeiter des Klinikums sind durch die einseitige und negative Berichterstattung verunsichert. Das macht mich wütend!


3. Was wünschen Sie sich am meisten?

Mario Vollert: So schnell wie möglich wieder Normalbetrieb und Normalisierung.


4. Haben Sie einen Tipp, wie man am besten mit der Situation umgeht?

Mario Vollert: Ein freundliches Wort, ein Lächeln und ein wenig Humor können nicht schaden.


Heute: Bettina Schade, Stationsleitung Covid 4 / H1

Ich wünsche mir mehr Akzeptanz von der Gesellschaft!


1. Wie sieht eigentlich Ihr Alltag auf der Covid-Station aus?

Bettina Schade: Anfangs war das eine große Umstellung, da das Personal unserer Abteilung H 1 ja erst vor kurzem zusammengestellt wurde. Aber das klappt inzwischen toll. Die medizinische Pflege steht natürlich an erster Stelle. Aber bei unseren Patienten rückt inzwischen auch die seelische Betreuung mehr und mehr in den Vordergrund. Zum Glück haben wir dafür genügend Personal.


2. Was ärgert Sie derzeit am meisten?

Bettina Schade: Unsere Mitarbeiter/innen stehen hier jeden Tag ihren Mann. Und dafür dürfen wir dann jede Menge an Negativzeilen in den Medien sehen. Nur ein Beispiel: Wir haben für Mitarbeiter in Quarantäne ein Video gedreht, das wohl kurz auf einer Whatsapp zu sehen war. Sofort kam haufenweise Kritik. Dabei wollten wir nur unseren Kollegen in einer unangenehmen Situation etwas Mut zusprechen.


3. Was wünschen Sie sich am meisten?

Bettina Schade: Mehr Akzeptanz von der Gesellschaft. Die Leute sollten nicht so schnell urteilen. Ich muss allerdings auch positive Dinge erwähnen. Ein chinesisches Restaurant liefert uns einmal pro Woche kostenlos unser Essen auf die Station. Das ist konkrete Solidarität.


4. Haben Sie eine Empfehlung für den Umgang mit der Situation?

Bettina Schade: Keiner sollte sich verrückt machen und ich versuche immer, wenn es kritisch wird, auf mein Bauchgefühl zu achten. Ausserdem finde ich, daß die Mitarbeiter des KEvB stolz auf sich sein können.


Heute: Sabine Bülth, Betriebsratsvorsitzende

Der normale Arbeitsalltag muss weitergehen!


1. Wie sieht unter diesen schwierigen Bedingungen Ihr Alltag aus?

Sabine Bülth: Der normale Arbeitsalltag muss ja weitergehen. Aber wir haben wegen der Corona-Krise viele neue Themen, die wir auch stemmen müssen. Ich nenne hier nur das Thema Dienstplanunsicherheit.


2. Was bedrückt oder ärgert Sie derzeit am meisten?

Sabine Bülth: Die vielen Fehlmeldungen und teilweise falsche Berichterstattung schaden dem Image des Hauses und sogar den Mitarbeitern persönlich. Ich finde es unerträglich, dass inzwischen sogar Mitarbeiter angefeindet werden.


3. Was wünschen Sie sich am meisten?

Sabine Bülth: Ich habe sogar drei Wünsche: Ein Ende der Anfeindungen von außen und ein Ende des Aufnahmestopps. Die Transparenz in Sachen Umgang mit der Krise, die ich gut finde, soll weitergehen.


4. Haben Sie einen Tipp für den Umgang mit der Situation?

Sabine Bülth: Bitte haltet durch und bleibt gesund!!!


Heute: Stefanie Pfingsten, Administrationsassistentin/Med. Dokumentationsassistentin und Martin Krause, Stationsleitung in der Augenklinik / Kopf- und Hautzentrum

Wir warten auf das Ende des Aufnahmestopps


1. Wie sieht gerade Ihr Alltag unter den schwierigen Bedingungen aus?

Stefanie Pfingsten: Ich bin an allen Tagen, an denen ich in der Kinder- und Jugendmedizin arbeite, noch voll ausgelastet beschäftigt. Deshalb hält sich für mich alles noch im Rahmen. Ich kann und will mich nicht beschweren.

Martin Krause: Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen ist nicht gerade einfach zur Zeit. Aber noch kriegen wir das hin.


2. Was ärgert oder bedrückt Sie derzeit am meisten?

Stefanie Pfingsten: Sie werden es wahrscheinlich nicht glauben. Aber das ist der Mundschutz. Darunter schwitzt man gerade bei diesem Wetter überall. Das ist teils anstrengend. Abends habe ich fast jeden Tag Halsschmerzen und man hat deutlich mehr Durst. Aber da muss man eben aktuell jetzt durch.

Martin Krause: Viele Mitarbeiter fühlen sich an den Pranger gestellt. Das ist unfair, was die Medien gerade mit uns machen!


3. Was wünschen Sie sich am meisten?

Stefanie Pfingsten: Ein Eis, ein großes Eis! Nein im Ernst – ich hoffe, dass wir hier weiterhin gemeinsam als Team zusammenhalten und am Ball bleiben für die Patienten.

Martin Krause: Ich wünsche mir, dass wir wieder arbeiten können und uns um die Patienten kümmern können. Ende des Aufnahmestopps!


4. Haben Sie einen Tipp für den Umgang mit der Situation?

Stefanie Pfingsten: Ein bisschen Humor täte uns allen gut. Und wir sollten den Spaß an der Arbeit nicht verlieren. Denn wir arbeiten gerne hier.

Martin Krause: Augen zu und durch! Ich hoffe nicht, dass die Mitarbeiter anfangen, abzuwandern. Wir haben bis jetzt so einen tollen Zusammenhalt!